Wir entwerfen Objekte, die neu denken, was eine Kerze sein kann. mulier studio ist ein Gestaltungsprojekt, das von Silvia Durán in Madrid gegründet wurde. Es entstand während der Pandemie aus einer persönlichen Erkundung des Wachses als Material, in einer Zeit des Übergangs zu einer manuelleren und körperlicheren Praxis.

Was als intuitiver, autodidaktischer Prozess begann, wurde zu einer eigenen Sprache.

Bei mulier wird die Kerze als Objekt neu gedacht. Jedes Stück ist als Volumen konzipiert, das einen Raum bewohnt, in dem Form, Farbe und Duft mit Absicht entwickelt werden. Wir gehen nicht von der Verbrennung als Hauptfunktion aus, sondern von der Präsenz des Objekts. Es ist keine Dekoration. Es ist etwas, das man platziert, betrachtet und über das man entscheidet.

Das Feuer verschwindet nicht, aber es wird zur Möglichkeit. Wenn ein Stück angezündet wird, tritt die Materie in eine Verwandlung ein: das Wachs fließt, die Form verändert sich, das Objekt wird vergänglich. Dieser Prozess gehört zur Sprache jedes Stücks. Jede mulier-Kerze kann angezündet oder ungenutzt leben. Beide Weisen sind gültig.

Wir arbeiten mit pflanzlichem Wachs, überwiegend Soja, zusammen mit ausgewählten Pigmenten und Düften. Jedes Modell entsteht aus einem von Hand modellierten Original, das anschließend in Formen reproduziert wird, stets mit manueller Intervention im Prozess. Aufgrund der Materialbeschaffenheit zeigt jedes Stück leichte Abweichungen. Sie sind keine Defekte. Sie sind der Beweis, dass es jemand gefertigt hat.

Die Formen sind schlicht, fast primitiv. Kompakte Volumen, matte Oberflächen, tiefe Farben. Jedes Modell geht aus einer formalen Suche hervor, die nicht bei Kerzenreferenzen ansetzt, sondern bei Skulptur, Keramik und rituellen Objekten.

mulier steht zwischen Objekt und Feuer.
Zwischen Beständigkeit und Verwandlung.